GOLIF Pfandkellner*innen: Lerchenfelder Straße serviert anders

Kunst trifft Kreislaufwirtschaft

Im Mittelpunkt der künstlerischen Intervention der IG Kaufleute Lerchenfelder Strasse stehen von GOLIF gestaltete Kunstobjekte in seiner gewohnt markanten Formensprache und mit praktischer Pfandfunktion. Entlang der Lerchenfelder Straße montiert, ermöglichen sie Passant*innen, Pfandflaschen sichtbar und niederschwellig abzustellen. Damit richtet die Initiative den Blick auf einen einfachen, aber wichtigen Gedanken: Pfand ist wertvoll und gehört nicht in den Mistkübel.

Als IG möchten wir mit unseren Initiativen nicht nur kurzfristige Impulse setzen, sondern Projekte realisieren, die nachhaltig im Grätzl und darüber hinaus wirken. Die GOLIF Pfandkellner*innen zeigen, wie Kunst gesellschaftliche Herausforderungen im öffentlichen Raum auf kreative Weise sichtbar macht und dadurch ein Umdenken anstoßen kann.

Rückhalt aus Neubau und Josefstadt

Gerade vor dem Hintergrund der laufenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen versteht sich das Projekt als positives Signal für den Straßenraum. Die Pfandkellner*innen schaffen Sichtbarkeit, regen den Diskurs über Nachhaltigkeit an und fördern einen bewussteren Umgang mit Ressourcen, der auch seitens der Bezirkspolitik begrüßt wird:

Die Pfandkellner*innen sind ein kreatives und mutiges Zusammenspiel aller Akteur*innen auf der Lerchenfelder Straße. Sie ist auch ein Signal an die ganze Stadt, die Lerchenfelder Straße als lebendige Einkaufsstraße nicht abzuschreiben. Auch wenn die Stadtregierung kein grünes Licht für eine klimafitte und verkehrsberuhigte Gestaltung gibt, setzen wir weiterhin Zeichen, um die Lerchenfelder Straße als eine attraktive Einkaufsstraße des Miteinanders zu positionieren. Hier in der Nachbarschaft kennt man sich, daher ist das soziale Miteinander so wichtig. Mit der Aktion der Pfandkellner*innen untermauern wir diesen Anspruch. Wir schaffen damit ein würdevolles Sammeln von Pfandflaschen. Ich lade daher die Stadt ein, ausgehend von der künstlerischen Gestaltung des international renommierten Künstlers GOLIF das Sammeln von Pfandflaschen im öffentlichen Raum mal auszuprobieren.

Die Josefstadt hat sich bereits vor einem Jahr dafür ausgesprochen, Möglichkeiten zu schaffen, seinen Pfand unkompliziert zu spenden. Die originellen Pfandkellner*innen greifen das Thema neu auf und verbinden Kunst mit Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit – eine Win-Win-Situation für alle.

Unterstützung durch fritz-kola

Neben den Fördermitteln der Bezirke Neubau und Josefstadt sowie der WKO wurde die Auftaktveranstaltung von fritz-kola im Rahmen der Initiative „Pfand gehört daneben“ unterstützt. Im Zuge der Präsentation stellte das Unternehmen auch die Ergebnisse seiner Pfandstudie Österreich 2026 vor.

Unsere Studie zeigt: Mehr als 200.000 Menschen in Österreich sammeln Pfand im öffentlichen Raum – oft aus wirtschaftlicher Notwendigkeit. 70 Prozent der Österreicher begegnen ihnen regelmäßig. Umso wichtiger ist es, dass fritz-kola Initiativen wie diese unterstützt – denn Pfandringe machen das Sammeln sichtbarer, sicherer und ein Stück würdevoller.

Weitere Veranstaltungen der Initative

Nach der Auftaktveranstaltung wird die Initiative in den kommenden Wochen durch weitere Formate fortgeführt. Beim geführten Spaziergang „Go-around“ wird Kreislaufwirtschaft entlang der Lerchenfelder Straße erlebbar. Besucht werden lokale Betriebe, die nachhaltigen Konsum, Wiederverwertung und bewusstes Wirtschaften im Grätzl bereits aktiv leben.

Ergänzend finden Workshops an Volksschulen im 7. und 8. Bezirk statt. Gemeinsam mit Expert*innen beschäftigen sich Kinder mit Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft und entwickeln eigene Ideen für den öffentlichen Raum. Die Ergebnisse werden anschließend bei einer Finissage im Treffpunkt Lerchenfeld präsentiert und in Unternehmen entlang der Lerchenfelder Straße ausgestellt.

Mehr von GOLIF

Wer weitere Arbeiten von GOLIF sehen möchte, hat ab 24. Juni 2026 die Gelegenheit dazu: Unter dem Titel „GOLIF – Aktuelle Arbeiten“ lädt der Künstler zur Vernissage in die KMG Art Gallery, Mariahilfer Straße 103, 1060 Wien. Die Ausstellung wird am Mittwoch, den 24. Juni 2026 um 19:00 Uhr eröffnet und ist von 25. Juni bis 18. Juli 2026 jeweils Donnerstag bis Samstag von 15:00 bis 18:00 Uhr zu sehen.

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